04. September 2017

Gute Gründe für Gas in Industrie und Gewerbe

Industrie und Gewerbe sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Mit Gas können sie auch in Zukunft Spitzenleistungen bringen - nachhaltig und wettbewerbsfähig.

Deutschlands Industrie braucht Erdgas. Im Jahr 2016 entfielen 38 Prozent des Erdgasabsatzes auf den industriellen Sektor. In der chemischen Industrie ist Erdgas ein elementarer Rohstoff zur stofflichen Nutzung: Als Basis beispielsweise der Ammoniakherstellung oder der Wasserstoffgewinnung im Dampfreformer ist Erdgas nicht zu ersetzen. Als Brennstoff ist Gas zudem ideal geeignet, wenn es darum geht, Temperaturen zuverlässig und präzise zu halten. Nicht nur in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen sondern auch in Gaswärmepumpen und Brennstoffzellen kann die Energie des Gases sehr effizient genutzt werden. Das senkt Kosten und nützt zugleich Umwelt und Klima.

Auch im Bereich von Gewerbe, Handel und Dienstleistung (GHD) ist der Energieträger unverzichtbar: Hier ist Erdgas mit über 50 Prozent Wärmelieferant Nummer eins - von behaglichem Raumklima in Büros und Hotels bis hin zu großer Hitze in Großbäckereien und Keramiköfen.
Im Markt gibt es verschiedene ungenutzte Potenziale für Gas. Ein Beispiel: Im GHD-Segment bietet sich vielfach die Substitution von Heizöl auf Erdgas an. Bei einer solchen Energieträgerumstellung lassen sich CO2-Einsparungen von bis zu 30 Prozent realisieren. Die gut ausgebaute Netzinfrastruktur steht dafür bereit

Vieles spricht also dafür, auf Gas zu setzen: heute, morgen, übermorgen:

  • Heute: Gerade in der Industrie kann durch die Installation moderner mit Gas betriebener Anlagen Kohlendioxid in beträchtlicher Menge eingespart werden. Und nicht nur der CO₂-Ausstoß ließe sich durch die Umstellung auf moderne Gastechnik in Industrie wie Gewerbe schnell und nachhaltig senken. Erfreulicher Nebeneffekt: Auch der Ausstoß von Feinstäuben könnte stark reduziert werden. In der Kopplung mit einer Nutzung der anfallenden Abwärme kann das überschüssige Wärmepotenzial nutzbar gemacht werden. Das erhöht zusätzlich die Effizienz.
  • Morgen: Durch Deutschlands Gasnetze fließt zunehmend biologisch oder synthetisch erzeugtes Gas und ersetzt mehr und mehr das konventionelle Erdgas. Dieser immer weiter fortschreitende Transformationsprozess trägt wesentlich zum Klimaschutz bei. Zudem kommt in Industrie und produzierendem Gewerbe zunehmend Wasserstoff, der aus Erdgas gewonnen wird, als Energieträger zum Einsatz. Werden Gastechnologien mit intelligenten Speichersystemen gekoppelt, kann enorm viel Primärenergie eingespart werden -¬ und das bei einem Mehr an Flexibilität. Die entsprechende Technik und Infrastruktur ist bereits vorhanden.
  • Übermorgen: Von dem Prozess der Dekarbonisierung der Energiewirtschaft ausgehend, wird der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromgewinnung in Deutschland weiter steigen. Doch nicht immer wird die Sonne scheinen oder Wind wehen, wenn Energie benötigt wird. Eine ideale Speichermöglichkeit für den regenerativen Strom ist aus dem immer praktikableren "Power-to-Gas"-Verfahren gewonnenes synthetisches Gas (SNG). Dieses SNG wird ein wesentliches Element einer kontinuierlichen, verlässlichen und dabei klimaneutralen Energieversorgung von Industrie und Gewerbe sein. Es wird zudem intensiv daran geforscht, dass es auch in chemischen Prozessen Erdgas als Rohstoff ersetzen kann.
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Erfahren Sie anhand von drei Beispielen aus der Praxis, was Gas alles kann.


Für BASF ist Gas Energielieferant und gleichzeitig Rohstoff:

Energieträger und Rohstoff zugleich – Gas in der Chemischen Industrie


In Franken profitieren Schulen künftig von der Abwärme einer Papierfabrik:

Trocknung und Wärme - Energie aus Gas doppelt genutzt

 

In Berlin entsteht dank Erdgas königliches Porzellan:

Weißes Gold aus der Hauptstadt: Erdgas macht's möglich